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Willkommen in Lorüns
Lorüns liegt am Taleingang der Fremdenverkehrsregion Montafon auf 583 m Seehöhe. Mit nicht ganz 300 Einwohner ist Lorüns die kleinste der 10 Gemeinden des Tales, die zusammen den Stand Montafon bilden. Die Ortschaft ist eingebettet zwischen dem Räthikon- (Gavalina) und Verwallgebirkszug (Davenna) und hat eine Fläche von 8,4 km².

Geschichtliches
Die Ebene in der Talenge am Eingang des Montafons war trotz früherer Hochwassergefahr durch den Illfluß bereits im Mittelalter besiedelt. Von 1423 – 1501 scheinen elf Hofstätten (Anwesen) auf. In den ältesten Urkunden wurde der Ort 1430 „Aruns“, 1423 „Arüns“, 1442 und 1490 Laruns, 1522 Larüns“ und ab 1630 „Lorüns“ genannt. Wegen der eng begrenzten Möglichkeiten blieb Lorüns nach der Einwohnerzahl eine der kleinsten Gemeinden des Landes. Die Gemeinde gehört pfarrlich zu Bludenz und kann auch aus verschiedenen anderen Gründen (Dialekt, Kirchenzugehörigkeit etc.) als Walgaugemeinde angesehen werden. Zugleich ist Lorüns wie Stallehr dem Gerichtsbezirk Montafon mit Sitz in Schruns zugehörig.

Landschaftliche Besonderheiten
Schuttkegel Prazalanz (Bergsturzsage, naturnahe Kulturlandschaft mit artenreicher Flora) verschiedenartige Waldbiotope, Diebschlössle.

Wirtschaft
Das größte und bedeutendste Unternehmen ist sicherlich das im Jahre 1907 als Vorarlberger Zementwerke Lorüns gegründete Unternehmen.
Das heutige Unternehmen Holcim (Vorarlberg) GmbH betreibt Produktionsanlagen mit einer Jahreskapazität von 200.000 Tonnen Zement.
Das Mahlwerk der Holcim (Vorarlberg) verarbeitet die Rohstoffe Klinker, Lorünser Kalkstein, Hüttensand und Gips zu hochwertigen Zementen. Der Grossteil der Rohmaterialien wird umweltschonend auf dem Schienenweg angeliefert. Qualitätsprodukte für Projekte aller Grössenordnungen vom EU-genormten Zement bis zum Spezialzement für den Tunnelbau wird überwiegend im Bundesland Vorarlberg abgesetzt.
Die Holcim (Vorarlberg) GmbH gehört zum weltweit tätigen Baustoffkonzern Holcim Ltd.

War früher die Zementerzeugung und die Landwirtschaft der wichtigste Arbeitgeber, haben sich nun in den letzten Jahren schöne und innovative Betriebe niedergelassen wie zB ein Techn. Büro für Vermessungswesen, eine Offsetdruckerei oder ein Betrieb für Schi-Service Maschinen. Aber auch zwei Gasthäusern stehen dem Gast zur Verfügung. Bis 1987 gab es auch noch eine Gemischtwarenhandlung.

Das im Jahre 1900 errichtete Schulgebäude wurde im Jahre 1995 umgebaut und durch einen Mehrzwecksaal erweitert. In der einklassigen Volksschule werden die ersten vier Schulstufen unterrichtet.


Das Wappen von Lorüns
Am 18. Mai 1967 hat die Gemeinde Lorüns beim Amt der Vorarlberger Landesregierung um die Verleihung eines Wappens ersucht und kurz darauf die Wappenurkunde erhalten.

Entstehung des Wappenbildes:

Das Wappenbild ist dem Wappen der Lorünser von Arüns entnommen, welches ins 15. Jahrhundert zurückgreift. Im Bludenzer Stadtarchiv liegt das Original einer 1487 von Hans Brügel, Landammann zu Sonnenberg ausgestellten Urkunde, in welcher von einem Hause zu Arüns die Rede ist, an welchem das "alt wapen" derer von Arüns gemalet ist als nemblich: ain blawer schilt, in mitten der quere ain silberwaiß pach, ze oberst aine güldene sunne vnd zu vunterst zween güldene sternlin, vund vf dem schilt ain Helm mit ainer waißen vnd zween blawen federn."
Der Inhalt dieser Urkunde ist im Vorarlberger Museumsbericht 1888 S. 52, Nr. 48 wiedergegeben; im Buche von Friedrich Wilhelm Lorinser, Gedenkblätter der Familie Lorinser 1868 S. 65, ist der Text der Urkunde wörtlich abgedruckt.

Die Wahl dieses Wappens (ohne Helm und Helmzier) durch die Gemeinde Lorüns ist naheliegend, da es schon vor 500 Jahren mit dem Ort verbunden war. Bis anfangs des 17. Jhts. hat sich der Ortsname Arüns erhalten, ebenso haben sich die Familien "von Arüns" bezeichnet. Mit der Umänderung des Ortsnamens von Arüns in Lorüns hat auch der Familienname sich entsprechend gewandelt. In der Tat ist das Wappen derer von Arüns und der späteren Lorünser (ausgenommen die Lorünser von Bürs) identisch.

Dieses alte Wappen ist nicht von der Art der meisten Familienwappen, die gewöhnlich eine Eigentümlichkeit des Trägers andeuten.
Das Wappen derer von Arüns bezeichnet vielmehr den Ort. Schon F.W. Lorinser schreibt 1868, daß im Wappen der Illfluss gezeicht ist, der von Mittag (Sonne - Süden) nach Mitternacht (Sterne - Norden) fließt. Herr Dr. Bilgerie schreibt dazu: "Es liegt also ein echtes Ortswappen von nicht alltäglichem Alter vor."

(Originaltext aus dem Ansuchens um die Verleihung)